Wieder einmal ein Beitrag mit reichlich visionärem Einschlag. Nennen Sie es auch gerne “versponnen”. Können Sie sich noch an die Gebietsreform Anno ’70 erinnern? Damals, als sich Rendsburg und Eckernförde näherkamen. Nicht geografisch, aber gebieterisch. Damals entstand der sogenannte “Kreis Rendsburg-Eckernförde“. Rein rechnerisch habe ich damals zwar schon gelebt, die genauen Gründe und Hintergründe sind mir leider nicht mehr bekannt. Ich möchte mal mutmaßen, dass das ganze unter einem “Kostenaspekt” geschah. Oder wollte man dem Rendsburgischen Brudervolk nur einen direkten Zugang zum Meer gewähren?
Emotional sind die beiden Städte aus meiner Sicht aber seither nicht zusammengewachsen. Geest blieb Geest und Küste Küste. Bis heute hat die “Vereinigung” von damals immer noch einen nur “technischen Aspekt”, keinen emotionalen. Auch vermarkten lassen Sie die beiden als Einheit kaum. Nicht touristisch und so wirklich überzeugend auch nicht in wirtschaftlicher Hinsicht. Hätte der Kaiser-Wilhelm-Kanal damals einen anderen Weg genommen, wäre das auch heute vielleicht anders. Oder gehe ich da fehl? Wäre es nicht für’s Stadt- und Gebietsmarketing in bezug auf Eckernförde nicht praktischer, spräche man mehr von Eckernförde und dem “Eckernförder Land” o.ä.? Trüge ein Kennzeichen “ECK” nicht den guten Ruf, den Eckernförde in der Tat allerorten hat, wieder in die bundesdeutsche Welt hinaus? Ach, wie gern hätt’ ich wieder dies Kennzeichen! Träumt jemand mit? (mqs)

